Kulturwegwanderung mit Gästen aus Santes
Auf einen Blick
Anlass:
50-jähriges Städtepartnerschaftsjubiläum Niedernberg – Santes
Datum:
Samstag, 3. Mai 2025
Veranstalter:
Geschichtsverein Niedernberg e. V.
Kulturwegführung:
Burkard Schwarz und Volker Gröschl
Französische Übersetzung vor Ort:
Alain Walenne
Kirchenführung (französisch):
Theresa Seitz
Filmische Begleitung:
Gertrud Dreier
Einkehr und Verpflegung: Gisela und Edgar Seitz sowie Mariette Gröschl
Start am HonischBeach - übers Seehotel zum Naturboulevard Saurain mit Erläuterungen zur Landschaft und Geschichte.
Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Niedernberg und Santes führte der Geschichtsverein Niedernberg am Samstag, den 3. Mai 2025, eine geführte Kulturwegwanderung mit einer Gruppe französischer Gäste durch. Rund 150 Besucherinnen und Besucher aus der Partnergemeinde weilten vom 1. bis 4. Mai in Niedernberg. Für den Samstagnachmittag hatten die örtlichen Vereine ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, sodass sich die Gäste auf verschiedene Angebote verteilten. Neben einer Ortsführung, einem Jugendfußballspiel, einer Kirchturmführung, einer Bilderpräsentation sowie einem Seerundgang wurde auch eine verkürzte Wanderung auf dem Niedernberger Kulturweg angeboten.
Die Führung begann zur Mittagszeit am HonischBeach, wo gerade ein Triathlon-Training einer hessischen Auswahlmannschaft stattfand. Burkard Schwarz und Volker Gröschl begleiteten die Teilnehmer über die Hotelpromenade hinunter zum „Naturboulevard Saurain“ und von dort entlang des idyllischen Mainufers. Alain Walenne übersetzte die Erläuterungen für die französischen Gäste, während Gertrud Dreier die Wanderung mit ihrer Filmkamera dokumentierte.
Pause auf der Gartenterrasse: Gastfreundschaft der Familie Seitz, Sommerbuffet und Zimtschnecken
Für eine gemütliche Rast öffnete die Familie Seitz ihre Gartenterrasse. Da das Anwesen unmittelbar am Kulturweg liegt und über ein Gartentor direkt vom Geopfad aus zugänglich ist, bot sich dieser Platz ideal für eine kleine Stärkung an. Gisela und Edgar Seitz sowie Mariette Gröschl hatten ein sommerliches Buffet mit Erfrischungsgetränken, regionalem Bier und frischem Laugengebäck vorbereitet. Eine besondere Überraschung waren die von Edgar Seitz selbst gebackenen Zimtschnecken, die bei den Gästen großen Anklang fanden.
Fortführung der Wanderung am Mainufer mit Schiffsbegegnung
Nach der Rast führte der Kulturweg weiter entlang des Mainufers. Dort bot sich den französischen Gästen ein besonderes Erlebnis, als ein großes Flusskreuzfahrtschiff langsam vorbeifuhr. Die unmittelbare Begegnung mit einem solchen Schiff auf dem Main sorgte für großes Interesse. Natürlich wurde den Passagieren an Bord zugewunken – und die Grüße wurden mit vielen winkenden Händen herzlich erwidert.
Rondell, Leinritt, Römisches Badegebäude und Kirchenführung
Die Wanderung führte weiter bis zum historischen Rondell. Die im Jahr 1590 errichtete Schutzanlage diente einst dem Schutz der Dorfmauer vor Eisgang bei Hochwasser des Mains und zählt bis heute zu den markanten Zeugnissen der Ortsbefestigung. Über den Leinritt ging es weiter zum Standort des ehemaligen römischen Badegebäudes. Dort erläuterten die Gästeführer die Geschichte der römischen Siedlung und die einstigen Ausgrabungen, die an dieser Stelle stattfanden. Heute erinnert eine Informationstafel an das verborgene Bodendenkmal. Von dort führte der Weg zur letzten Station, der Pfarrkirche St. Cyriakus. Das im gotischen Stil errichtete Gotteshaus liegt unmittelbar am Main und zählt zu den ältesten Bauwerken Niedernbergs. Besonders eindrucksvoll sind der seit 1461 erhaltene Glockenturm und Chor sowie die älteste Glocke aus dem Jahr 1455. Dort übernahm Theresa Seitz die Kirchenführung in französischer Sprache und vermittelte den Gästen interessante Einblicke in die Geschichte und Ausstattung der Pfarrkirche.
Nach Abschluss der Kulturwegwanderung blieben die Teilnehmer im Ort, denn bereits um 16:30 Uhr stand der nächste Programmpunkt des Jubiläumswochenendes an: Ein Sternmarsch vom Fußballplatz und vom Marcellusplatz führte zur gemeinsamen Baumpflanzung am Wasserturm – einem bleibenden Symbol der langjährigen Freundschaft zwischen Niedernberg und Santes.
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