Mein Niedernberg – Mein Heimatort
Dem Leben nacherzählt! Erinnerungen aus dem Buch der Milchmarie!
Hier kann man die komplette Niederschrift nachlesen, die Maria Reinhard an Weihnachten 1982 ihrem ältesten Sohn Herbert widmete.
Die Erinnerungen, die sie damals im hohen Alter aus dem Gedächtnis niederschrieb, sind ein bedeutendes historisches Zeitdokument über ihren Alltag, die damalige Milchsammelstelle sowie den gesellschaftlichen Wandel in und um Niedernberg. Beeindruckend ist dabei die außergewöhnliche Erinnerungsleistung der Autorin: Die Schilderungen beruhen nahezu vollständig auf ihren persönlichen Erinnerungen und zeichnen ein lebendiges Bild einer längst vergangenen Zeit.
Lediglich einige wenige Angaben, die sich nach heutigem historischen Kenntnisstand als nicht ganz zutreffend erwiesen haben – beispielsweise einzelne Jahreszahlen oder historische Einordnungen –, wurden vom Geschichtsverein Niedernberg behutsam richtiggestellt. Der ursprüngliche Charakter und die persönliche Erzählweise des Werkes blieben dabei bewusst vollständig erhalten.
Auch religiöse Themen und der Zweite Weltkrieg werden in dem 24-seitigen Buch behandelt. Die Lebensgeschichte der „Milchmarie“ bildet dabei den roten Faden. Daneben stehen zahlreiche Schilderungen des Dorflebens, der Landwirtschaft, des Milchsammelns, der Vereine, der Kirche, der Kriegszeit und des Wiederaufbaus.
„Jeder Mensch, ob jung oder alt, ist dankbar für ein Lächeln oder ein gutes Wort. Das kostet nichts und Gutsein ist mehr als Geld.“
(Maria Reinhard)
Herbert Reinhard in den 1950ern auf seinem Roller Heinkel Tourist. Links hinter ihm sieht man das Elternhaus in der Blumenstraße, als damals noch die Milchsammelstelle inkl. kleinem Lebensmittelladen betrieben wurde.
„Die Jugend lebt vom Träumen – Das Alter von Erinnerungen.“
(Maria Reinhard)
Eine grobe Themenübersicht:
- Das Kennenlernen von Alois und Maria am Mainufer 1929.
- Die Anfänge der Milchsammelstelle in Niedernberg.
- Milchtransport mit Pferd, Fähre und Nachen.
- Das Dorfleben ohne Wasserleitung und ohne Arzt.
- Die Mainfähre als Lebensader.
- Die Hausierer und Heimarbeiter.
- Weihnachten um 1920.
- Die Inflation 1923.
- Die Kriegs- und Nachkriegsjahre.
- Die Entwicklung Niedernbergs vom Bauerndorf zur modernen Gemeinde.
Aufgeteilt in acht Kapiteln:
- So lernten wir uns kennen
- Erster Weltkrieg, Brotbacken und Inflation
- 1929 – Der Beginn der Milchsammlung
- Mein Heim – meine Welt – unser Leben
- So lebten wir in Freud und Leid
- Einmarsch der Amerikaner
- Bis daß der Herr uns beide scheidet
- Mein Leben liegt in Gottes Hand
Die Erzählungen sind sehr interessant, kurzweilig und in einer leicht lesbaren Form geschrieben – nachfolgend schon mal als kleiner Appetithappen die letzte Seite der Niederschrift:
Als die "Milchmarie" in Niedernberg unterwegs war
Einen Bericht von Melanie Schweinfurth kann man (mit Abbo) hier... auf dem Webseite des Main-Echo Aschaffenburg nachlesen.
In der Main-Echo-Dialektkolumne "Sellemols/Seinerzeit" findet man hier... unter dem Titel
"Wie die Milschmarri ihrn Gaul »Hanni« in Rende geschiggd hodd"
eine kleine Geschichte über das schlaue Pferd der Familie Reinhard, in Mundart übersetzt von Monika Fecher.










